Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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denn ihm fehlte ja ſelbſt dieſes! Zum erſten Male in ſei⸗ nem Leben fühlte er die Wahrheit des Wortes:Hun⸗ ger thut weh! ohne Hoffnung zu haben den nagen⸗ den Mahner befriedigen zu können. Dumpfe Verzweif⸗ lung bemächtigte ſich ſeiner, und er wünſchte den Tod

herbei von ganzem Herzen. Auch an Selbſtmord dachte er wollte es hinwerfen das armſelige Daſein, deſſen Dornen ihn qualvoll blutig ritzten; aber woher die Waffen nehmen, um ſich den Tod zu geben? daß er, der deutſche Freiherr, ſich in das Waſſer ſtürzen und erſäu⸗ fen ſollte wie eine Katze dieſer Gedanke erfüllte ihn ſelbſt heute noch mit Schauder und Entſetzen.

Es blieb ihm alſo nichts, als das Leben, und doch ſenkte ſich der kalte Novemberabend immer tiefer, ohne daß ihm eine Ausſicht auf Nachtlager oder Abendeſſen geworden wäre.

Sollte er es wagen in eines der vielen Gaſthäuſer einzutreten, und den Wirth um Gotteswillen um ein Stück Brot und ein Streulager zu bitten? Hans von Harder betteln betteln? und doch, Hunger thut weh, und er pochte nach der anſtrengenden Reiſe immer heftiger an und verlangte ungeſtüm ſein gutes Recht.

Schon ſtand er auf der Schwelle ſchon hob ſich ſein Fuß, um einzutreten und zu betteln da ſchoß ihm

glühend heiß das Blut in die Wangen, und ein verzwei⸗