Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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Baarſchaft zu Ende, und er hatte die letzten Cents für ein frugales Eſſen im Gaſthauſe bezahlt.

So ſtand er hilflos in der fremden Welt und ſeine Taſchen waren eben ſo leer an Geld als ſein Herz an Muth und Hoffnung. Trübe und gebückt ſchlich er durch die langen Straßen von Orleans und wagte es ſich ſel⸗ ber kaum zu geſtehen, daß ihn der Hunger zu plagen be⸗ ginne und er nichts beſaß um ihn zu ſtillen. Es konnte ja auch noch gar nicht ſein, denn er hatte vor kaum ſieben Stunden erſt gegeſſen; wie konnte der klopfende Gaſt ſchon wieder ſeine ungeſtümen Wünſche äußern?

Und ſchon kam der Abend und ſenkte ſeine düſteren Schatten tiefer und tiefer auf die Stadt hernieder. Der Verkehr erſtarb, die Straßen wurben leerer, und aus den Häuſern drang der Lichterglanz auf den nebelfeuchten Abend heraus. Es ward dabei ſtiller und immer ſtiller, und Hans irrte noch immer umher, durch heftiges Lau⸗ ſen den nagenden Hunger bekämpfend, der um ſo höher ſtieg, um ſo begehrlicher laut wurde, je öfter der Unglück⸗ liche den duftigen Zurichtungen zu prächtigen Abendeſſen begegnen mußte.

Ihm wäre auch das einfachſte hente zum Lecker⸗ biſſen geworden, und er beneidete den Bettler um ſein trockenes Brot, das dieſer mit Wohlgefallen verzehrte;