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dung das leicht empfindliche Ehrgefühl des Mannes zu ſtacheln, oder lebte wirklich in ſeiner Bruſt der unerſchütterliche Glaube an die Unfehlbar⸗ keit der Harder's, wo es Geſetze der Ehre und des Adels galt:— wer konnte das wiſſen! Wie dem aber auch ſei, die Worte erfüllten ihren Zweck;— um die ihpen des Officiers kräuſelte ſich ein ſtolzer Zug und mit einem hochmüthigen Lachen erwiderte er:
„Sie haben Recht, Herr Major, leben und lie⸗ ben wir, ſo lange 6 jung ſind, und das heiße Blut tobt; brauchen wir aber einmal eine Gattin, dann wiſſen wir, was wir dem Hauſe von Harder ſchuldig ſind: Noblesse oblige!“
„Teufel ja, Sie haben recht, mein Freund, und ich freue mich htit daß Sie ſo vernünftig ſind. Ich habe in“ ſechzehn Schlachten geſtanden, ohne zu zucken, und es gibt kein Schreckniß für einen alten Soldaten— aber das kann ich Ihnen geſtehen, mein junger Freund, mich ſchaudert's jedes Mal, wenn ich Worte höre, wie Petallunte und Querbalken. Hui!“
Ehe noch Hans ſich von ſeinem Erſtaunen er⸗
holen konnte, denn ſolche Entſchiedenheit in dieſer
Frage hatte er bei dem alten Haudegen nicht erwar⸗ tet,— kehrte die Majorin zurück, und an ihrer Hand ein blühenbes junges Mädchen, das ſie mit den an


