Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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dem Herrn Silbermann mehrmals im Comptoire be⸗ ſucht, dabei immer den freundlichſten und coulanteſten Geſchäftsmann an ihm gefunden, und dieſer legte nach ſeinem Weggange jedesmal eines jener langen ſchmalen

Papiere, die oft tödtlich werden können, in das Porte⸗

feuille, und lachte ſelbſtgefällig und ſicher, als ob ſeine Pläne alle ſhon gar nicht mehr zu durchkreuzen ſeien. Hans dachte an nichts, ahnte nichts, verſprach dem eifrig Redenden ſtets von Neuem ſich ſeiner excel⸗ lent geſcheidten Tochter, der Perle der ganzen Reſidenz, vorſtellen zu laſſen, die Abendunterhaltungen zu be⸗ ſuchen, und flog, ohne zu wiſſen was eben ſeine Lippen verſprachen, ſeinem einzigen Gedanken folgend, der Wohnung der Geliebten zu, um ihr irgend ein Ge⸗ ſchenk, ein Juwel oder eine Toilettenſpielerei zu über⸗ reichen, die ſich der holde Mund gewünſcht hatte. Was kümmerten den leidenſchaftlichen Jüngling die Summen, welche er verbrauchte? War doch Herr Silbermann da, der ausnehmend höflich und gefällig gegen ihn war und ihm durchaus keine Schwierigkeiten machte, und er ſelber hatte doch noch viel weniger Zeit dazu. Ha, wie er da eilt, das Hotel der Signora zu erreichen! In der Hand vorſichtig ein Etui tragend, deſſen Anſchauen ſeinen Augen neues Feuer gibt, blickt