Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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geſſen die ganze Vergangenheit wie die Zukunft

und nur der Gegenwart lebend, war Hans von Harder glücklich.

Sein Name war, als beneideter Liebhaber der

Corrado, nicht unbekannt geblieben. Man kannte die ſtrenge Zurückhaltung der gefeierten Italienerin und

betrachtete den jungen ſchönen Officier mit bedeuten⸗ dem Intereſſe, dem es gelungen war, das Herz der ſtolzen Signora zu gewinnen. Man ſuchte ſeine Be⸗ kanntſchaft zu machen; einfachen Vorſtellungen folgten Einladungen, die Hans aber nie annahm, weil er keinen Abend leden zu können glaubte, wenn er die Geliebte

nicht wenigſtens ſähe und ihrer ſilbernen Stimme lauſchen könne.

Auch bei Herrn Silbermann, deſſen Namen er ſich als Geſchüftsmann ſeines Vaters erinnerte, und den er aufſuchte, um ene Anleihe auf Wechſel bei ihm zu machen, fand Hans bereitwillig die freundlichſte Aufnahme, den coulanteſten Geſchäftsgang, und erhielt eine Partout⸗Einladung zu den Abendunterhaltungen bei Fräulein Ophelia. Hans hatte dankend angenommen, hörte auch über dieſe Unterhaltungen manches Gute, und daß ſie beſonders auch von Officieren viel beſucht wären, konnte jedoch nie hingehen, weil er alle ſeine

Zeit dem Dienſte der Signora weihte. Er hatte ſeit⸗