Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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nun? nun? Sie wagte es im Anfange ſich ſelber nicht zu geſtehen, entfloh entſetzt vor dem beängſtigenden Gedanken, bis er immer machtvoller hervordrang und in ihr Fleiſch und Blut gewann und Wahrheit ward; nun mußte ſie ihn lieben! lieben mit der ganzen Gluth des Südens, mit der ganzen Leidenſchaft und dem ſeligen Entzücken, deren nur die Töchter des Südens fähig ſind.

Vergeſſen waren ihre Rache und ihre Schwüre, vergeſſen ſogar die Erinnerungen an Armand und Brandach, vergeſſen Alles außer ihm, der liebend zu ihren Füßen lag und bereit war ihr ſein ganzes Leben zu weihen.

Sie ließ ihn faſt nicht mehr von ſich, und jede Stunde, die der Dienſt ihm frei gab, mußte er ihr widmen, mußte er an ihrer Seite das ſchönſte Glück der Liebe finden. Wenn die Stunde der Oper kam, ſo fuhr er mit ihr, und von der Loge aus ſah er wieder nur die Geliebte, bis das Ende des Stückes auf's Neue ſie vereinigte. Hans lehte wie im Himmel.

Taumelnd wie in ſteter Trhnkenheit, ſchwelgte er im Meere des Glückes und det Liebe, genoß in reichen Zügen die höchſte Lebenswonne, unbekümmert um Alles, was um ihn her ſich ereignete. Vergeſſen waren alle Dinge, die ſeiner Liebe fern Ingen, ver⸗ 47*