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Tochter Deiner Ahnen und ſie werden dort oben ſtolz auf Dich ſein, wie es Deine Tante hienieden iſt! Anna, Alles für die Ehre des Hauſes von Harder! Halte dieſes Wort feſt, ewig feſt; es wird Dich niemals unterliegen laſſen! Und nun gehe, mein Kind, und ſammle Dich; der Segen des Himmels ſei mit Dir und möge ſich als Balſam um Dein Herz legen.“
Anna küßte die Tante und ging hinaus. Eine wun⸗ derbare Freudigkeit war über ſie gekommen, und ein Frie⸗ den ſenkte ſich in ihre Seele, wie ſie ihn lange nicht gekannt hatte. Es war ihr als ob nach langer Nacht die Sonne wieder aufginge und mit milden Srrahlen ihre Wun⸗ den heile.
Die Hoffnung war es!— die Hoffnung, die Tante Frieda's milde Worte vor ihre Seele gezaubert hatten— daß ſie doch einſt noch zufrieden werden und in treuer Pflichterfüllung Erſatz finden könnte für die entſchwunde⸗ nen Ideale der Jugend.
Der Tante wunderbare Zuverſicht mit ihrem uner⸗ ſchütterlichen Vertrauen auf Gott und ſeine weiſe Len⸗ kung der Geſchicke hatte ſie gekräftigt.— Ihr Schickſal der Liebe des Himmels befehlend, ſah ſie getroſt den
kommenden Tagen entgegen und genoß bei Tante Frieda, in liebender Unterhaltung mit der würdigen Dame, oder in ſtiller Einfamkeit auf dem Ruheplatze, den ihr


