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Tante es mußte ja ſein! Die Ehre der Harder's ver⸗ langte es— und eine Harder darf niemals daran Schuld ſein, daß das Wappen ihrer Ahnen von der Burg herabſänke, daß ihre Eltern den Sitz ihrer Väter ver⸗ laſſen müßten und andere, vielleicht unwürdige Herren einziehen dürften in die Hallen, die durch das Andenken an unſere Ahnen, an die erlauchten Gründer unſeres Hau⸗ ſes geheiligt ſind für alle Zeiten!— Nein, nein Tante Frieda, es konnte und durfte nicht anders ſein und wenn das Herz darüber bräche!— Alles für die Ehre unſeres Hauſes, uns Alle beugt ja das Wort, das unerbittliche
noblesse oblige.“
Tante Frieda legte ſegnend die Hä de auf Anna's Stirn und mit einer Stimme, die in Thränen zitterte, fagte ſie:
„Vertraue, mein Kind! Du biſt eine gute Tochter, und Gott wird Dich ſchützen! Wandelſt Du auch jetzt noch auf dunklem Pfade, ſeine Liebe wird ihn erleuchten, und bringſt Du heute auch das größte Opfer, Du bringſt es Deiner Pflicht— und Fflichterfüllung iſt ja auch ſchon ein Glück. Vertraue ihm, meine Tochter, der die Wege ſeiner Kinder wunderbar lenket, er wird auch Dein Herz nicht ohne Troſt laſſen.“
„O Tante!“
„Du biſt eine gute Tochter, Anna, eine würdige


