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die Liebe Ernſt's bereitet hatte, oder mit dieſem im Gar⸗ ten plaudernd und beobachtend, wie er ſo ſchnell und ge⸗ ſchickt ſeine zierlichen Arbeiten verrichtete— das ganze Glück und die reine Freude, welche Bornfeld ihr zu bieten im Stande war.
Ernſt hatte Recht gehabt. Es herrſchte eine ge⸗ ſunde Luft in Bornfeld, und auch auf Anna's Wan⸗ gen erblühten von Neuem die roſigen Farben der Ge⸗ ſundheit. Ihr Auge erhielt den alten Glanz zurück— und es ſchien als ob der dunkle Engel ſich von ihr abge⸗ wandt hätte und mit ſeinen nächtigen Fittichen nicht länger ihr Geſchick bedrohen dürfe.
Gegen Ernſt blieb ſie freundlich, doch zurückhaltend, wie am erſten Tage, und auch dieſer fiel nie mehr aus der Rolle, die das Schickſal ihm dem hochgeborenen
Fräulein gegenüber angewieſen hatte.
Er hatte eingeſehen, daß Anna von Harder recht gehandelt habe, und nicht anders handeln dürfe— und wie ſchwer es auch dem jungen Herzen werden mochte, das ſeine Liebe über Alles ſtellt:— Ernſt kämpfte wacker mit ſich ſelber und vergaß in dem geliebten Weſen nie mehr das gnädige Fräulein von Har
Ehre. 1.


