erwähnſt Du Herrn von Brandach hier?— Wenn ich
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bin ich wohl, wie ſollte ich nicht wohl ſein, wenn Du da biſt, mein Liebling! Habe ich mich doch ſeit Wochen auf Deinen Beſuch gefreut und die Stunden bis zu Deiner Ankunft gezählt.“
„Wirklich, Tante Frieda?“
„Ja, ja im Ernſt, mein Kind, und wenn es nach der Tante Frieda ging, dann dürfteſt Du ihr gar nicht wieder fort vom alten Bornfeld. Dann ſollteſt Du Dein ganzes junges Leben Deiner alten Tante weihen, bis dieſe ein⸗ mal ſelber ihren Rollſtuhl für immer verläßt!— Ja, ja, Anna, das wäre ein ſchönes Schickſal für Dich,— hier hinter den alten Mauern Jahr für Jahr vertrauern zu müſſen. Aber das Alter macht egoiſtiſch und die Liebe auch. Ich möchte Dich immer bei mir haben, immer Dein liebes Geſicht ſehen, denn das iſt ja nun doch einmal die einzige Freude Deiner alten Tante.“
„Liebe Tante, was ſagſt Du! Gläubſt Du, ich würde an Deiner Seite die Welt vermiſſen?— Herzlich gern möchte ich immer bei Dir bleiben, immer, immer bei Dir ſein, Tante Frieda, wenn nicht auch die Eltern wären— und ihr Theil an der Tochter verlangten—“
„Und der Bräutigam—“ ſiel die Tante lä⸗ chelnd ein. „O Tante,“ erwiderte Anna ſchmerzlich,“ warum


