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rückten Alters der Dame recht wohl im Stande waren, ſogar feine Arbeiten zu verrichten, ruhte der Unterkörper völlig machtlos und unbeweglich auf dem Lehnſtuhle, und mußte jeden Schritt fort gerollt werden, den die Dame unternehmen wollte.
Aber, wie geſagt, ihr Geiſt war munter, und Tante Frieda, das gebrechliche und gefeſſelte Weſen, war nicht nur der Liebling ihrer Familie, die ſie hochachtete, und ihren Rath bei jeder irgend wichtigen Angelegenheit in Anſpruch nahm; ſie war auch der Schutzgeiſt der wenigen Unterthanen, welche die Beſitzung Bornfeld in zwei klei⸗ nen Dörfern beſaß. Es waren Fiſcher, arme beſchränkte Leute, die, nur auf ein kleines Stück Land angewieſen, meiſt von dem leben mußten, was die See ihnen bot, deren Ertrag ſie in das einige Stunden fern gelegene Städtchen zum Verkaufe brachten.
Dieſe armen Leute beteten Tante Frieda, oder wie
ſie eigentlich genannt ward, die Frau Generalin von Wettern, faſt an, denn ſie wachte über Alle, und noch nie hatte Einer der Bornfeld'ſchen Noth gelitten, ſo lange Tante Frieda auf ihrem Witwenſitze lebte.
Frieda von Wettern⸗Bornfeld, geborne von Harder, war die einzige und ältere Schweſter des Freiherrn von Harder, und hatte ſich ſchon frühzeitig mit dem Herrn von Wettern⸗Bornfeld vermält, der damals als Oberſt


