Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Lähmung, die ihr den Gebrauch der Füße ver 2

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ein Ziel zu ſetzen— bevor ihre Zerſtörung ein Herz un⸗ heilbar zerbrechen konnte!—

„O mein Herz iſt gebrochen, es hat ſein einziges Glück verloren— für immer!“ rief Ernſt, verzweiflungs⸗ voll ſein Antlitz wieder in dem Raſen bergend, und doch hat ſie Recht— und techt gethan, ja ſie konnte und durfte nicht anders handeln.

Unterdeß eilte Anna mit leichten Schritten, aber ſchwerem Herzen— ſie hatte nur zu gut die Wirkung ihrer Worte erkannt— dem Schloſſe zu, um Tante Frieda zu begrüßen.

In einem der wenigen gut erhaltenen Gemächer des Schloſſes Bornfeld, das mit ſeiner alterthümlichen, dunklen Ausſtattung einen zwar düſteren, doch nicht un⸗ heimlichen Eindruck bot, an welchen man ſich bald und gerne gewöhnte, wohnte Tante Frieda. Sie verließ dieſes Zimmer nur, um, auf ihrem Lehnſtuhle ſitzend, ſich von der Kammerfrau in ihr Schlafzimmer rollen und mit Hülfe einer weiteren Dienerin zu Bette bringen zu laſſen. Denn ſeit vielen Jahren ſchon litt ſie an einer unheilbaren

ß ſagte, und während ihr Geiſt friſch und munter war, und im un⸗ verbrüchlichen Gottvertrauen keinen Angenblick noch das Geſchick des Körpers beklagte; während Augen und Hände, die vollkommen geſund waren, trotz des vorge⸗