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ten Triebe— und alle Gegenwehr vernichtend, Alles
zerſtörend, was ihrer wilden Wuth ein Hinderniß ent⸗
gegenſtellen will!— Der Sturm entflieht, die Elemente hören auf zu
toben, doch das Schiff iſt ein Wrack und die Landſchaft
bietet ein Bild der Verwüſtung.
Auch Ernſt's Leidenſchaften tobten aus, auch ſeine Thränen verſiegten, ſein Schmerz ſänftigte ſich und der Wahnſinn wich aus ſeinem Herzen.
Außen ruhig, kündete nur ſeine auffallende Bleiche das Bild der Zerſtörung, das, dem Menſchenauge ver⸗ borgen, ſich auf dem Herzensgefilde bot.*
Anna Braut!— Das Leben hatte keinen Werth mehr für ihn, und ſein Glück konnte, durfte nur noch ſein, ihr zu dienen, zu dienen als ein Sclave, wie ein Hund, ohne jemals noch die Augen aufzuſchlagen zu dem über Alles geliebten Weſen!—
Und hatte ſie denn nicht recht gethan und ver⸗ nünftig? Mußte ſie denn nicht ſo handeln, wie ſie es gethan, als eine Tochter ihres Hauſes als eine Freiin von Harder, die ja ſo hoch, ſo hoch über ihm ſtand, dem armen Gärtnerburſchen, der ſie ja doch nie beſitzen durfte!
Hatte ſie deßhalb nicht recht gethan, dem Spiele der Jugend ein Ende zu machen, da ſie doch Beide nicht mehr Kinder waren, und thörichten Wünſchen rechtzeitig


