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ihr ſchnell meinen Morgengruß bringen! Auf Wieder⸗ ſehen, mein lieber Ernſt!“
Sie grüßte ihn mit freundlichem Neigen, dann, die Hand auf das pochende Herz preſſend, eilte ſie dem Schloſſe zu— Ernſt dem Sturme ſeiner Gefühle über⸗ laſſend.
Dieſer ſtand noch einen Augenblick regungslos wie ſie ihn verlaſſen hatte und ſah wohl kaum, daß ſie gegangen ſei, dann aber erwachend, warf er ſich auf die Moos⸗ bank nieder, und barg ſein glühendes Antlitz in ihrem kühlen Grün.
„Braut— ſie Braut— einem Anderen gehören und ich doch, ich allein liebe ſie!“ So klagte ſein Herz und ſein Blut tobte durch die Adern und ſchien wie Feuerſtröme zum Gehirn zu dringen. Wie Wahnſinn packte es ihn, fürchterlich erſchütternd krallte es ſich um ſein Herz, als ob es herausgeriſſen werden ſollte aus der ſchützenden Bruſt, und ſein ſtierer Blick ſuchte draußen auf den Wellen nach einem Anhalt, einem Stützpunkte für ſeine Gedanken, die im wirren Kreigeltanz ſich drehten.
So kämpft ein Schiff mit den Wellen, die, Segel und Steuer zum Trotze, es der Brandung entgegentreiben! — ſo leidet ein wohlgepflegtes glückliches Ländchen unter dem Sturme der Elemente, die entfeſſelt— ſinnlos darüber hintoben, nicht achtend der Blüthen und zar⸗


