Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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erwiderte Ernſt, noch immer beharrlich den Lauf der Wellen ſtudirend,„Bornfeld iſt mir eine zweite Heimat geworden, und die Liebe meines Oheims, die Freundlich⸗ keit der gnädigen Frau, und mein Garten mit meinen vielen Tauſend Ffleglingen, welche mich alle Tage ſo ſehnſüchtig und dann ſo dankend anſchauen— geben mir immer zu thun, und genügen mir und meinen Anſprüchen vollkommen. Ich vermiſſe nichts, und ſehne mich auch nicht hinweg.— Aber Sie, mein gnädiges Fräulein, wie geht es Ihnen, oder vielmehr wie iſt es Ihnen ergangen, ſeit dem Sie zuletzt auf Bornfeld waren?— Mir däucht, daß Sie nicht ganz ſo geſund zu uns zurückkehren, wie Sie hinweggingen! Bleiben Sie nur diesmal recht lange in Bornfeld, denn hier wohnt die Geſundheit. Die Luft hier herum iſt wohlchug und außer armen Herrin iſt hier Niemand krank, noch krank geweſen.“ „Sie haben Recht, Ernſt, ich bin wohl nicht mehr ſo geſund, als ich in früheren Jahren war, aber ich werde es hier in dieſer Gegend wohl wieder werden, wo Alles was man erblickt, Glück zu ſein ſcheint.“ Ernſt ſchwieg, und ſie hatte noch einen Schlagfür ihn, den ſie nicht zu führen wagte. Sie ſah wohl den Herzenskampf ie jungen Mannes, erkannte ihn an den Blutwellen, die abwechſelnd ihm in das Antlitz ſtiegen, und dann wieder einer jähen Bläſſe. Platz mach⸗