Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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liebte ſei, von einem entfernteren Ende des Gartens zurücktehrte, um nun, da Alles klar und lachend war, noch einmal den Platz zu überſchauen,— auf dem ſie heute ruhen ſollte.

Und nun ruhte ſie ſchon da und rief dem über⸗ raſchten Jünglinge einen heiteren Morgengruß entgegen.

„Dank, Dank— Tauſendmal Dank, mein lieber Ernſt, für die Ueberraſchung, welche Sie mir bereitet haben!— Eine größere Frende hätten Sie mir wirk⸗ lich nicht machen können! Und wie ſchön, wie ſinnig, Sie das Alles arrangirt haben! Es iſt eine Freude es anzüſehen, und auf dieſem reizenden Sitze zu leh⸗ nen. O Sie ſind ein tüchtiger Gärtner geworden, lieber Ernſt, und ich mache Ihnen neben meinem Danke auch mein Compliment.“

So hatte ſie mit einer Sicherheit, die ſie ſelber in Erſtaunen ſetzte, ſchnell den Standpunkt angezeigt, auf dem ſie feſtſtehen wollte, und der, fern von Ver⸗ traulichkeit, doch voll Freundlichkeit und reinſtem Wohl⸗ wollen war. Die friſche Morgenluft und das Be⸗ wußtſein des Sieges gaben ihr die Kraft dazu;— und einmal eingeleitet, wußte ſie wohl, würde ſie nicht aus der Rolle fallen.

Ernſt ward mit Roth übergoſſen, vor Ueberra⸗ ſchung theils, theils vor Beſchämung über das ihm