ſich ein fein geebneter Kiesweg zu dem Gipfel der An⸗ höhe empor, auf der ſich eine neue, bequeme Laube erhob, von üppigen Schlingpflanzen überſchattet. Unter ihrer Wölbung ſtand die weiche duftige Moosbank, deren Decke ſo klar und eben war, wie der koſtbarſte Sammet.
Dankesvoll lehnte Anna auf dem bequemen Sitze und ihr Ange blickte ſo heiter um ſich, wie es ſeit lange Niemand mehr an ihr geſehen hatte. Dieſe Aufmerkſam⸗ keit des treuen Gärtners, für den in ihrem Herzen doch immer eine unterdrückte Stimme ſprach, wenn ſie auch niemals ihr folgen, niemals mit einem Blicke nur ver⸗ rathen durfte, daß ſie etwas Anderes für ihn fühlen könne, als das Wohlwollen der Herrin,— hatte ſie auf das Angenehmſte berührt. Denn durfte ſie ihn auch nicht lieben, mochte ſie ihn doch gerne im beſten Lichte ſehen, als einen der der Liebe würdig ſein würde, die ſie für ihn hegen könnte— wenn eben nicht die Geſetze des Hau⸗ ſes und der Ehre ſie verneinten.
Armes Herz, zu welchen unnatürlichen Verirrun⸗ gen und Verrenkungen hat Dich Dein Standesbewußt⸗ ſein gebracht! Oder nicht das Deine,— vielmehr das Deines Hauſes,— das alle ſeine Glieder umſchlingt und, ſie an ſich ziehend, mit ſeinen Feſſeln umwindet. Du kannſt nicht anders, Du mußt ſo handeln, wie Du handelſt, willſt Du nicht Alles um Dich her verletzen
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