Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ſie lebte und athmete blos in der hoffnungsreichen Umgebung!

Leben weckt Leben— und ſelbſt in der düſteren Nacht, wenn Alles um uns zu fallen und zu brechen ſcheint,— vermag ein Stern uns neue Hoffnung zu gewähren, und füllt die wunde Bruſt mit einer Art Freudigkeit, die unter den obwaltenden Verhältniſſen zu bewundern iſt.

Wie erſtaunte Anna, als ſie, dem Platze ſich nä⸗ hernd, dieſe Veränderung bemerkte. Mit großen Augen blickte ſie um ſich, den zu gewahren, der aus dem mehr als einfachen rheoete ſolch' kleines Paradies erſchafſen hatte,— und ein Dankgefühl für Ernſt,— denn Niemand anders konnte dieſe zarte Aufmerkſamkeit für ſie hegen— ſchwellte ihre Bruſt.

Fort war die alte Steinbank, deren kalte Maſſi⸗ vität oft genug die zarten Glieder beleidigt hatte; fort das wirre Geſtripp, das um ein halbzerbrochenes Ge⸗ länder wucherte; fort endlich auch dieſe alten Felsſteine,

die den Weg zu ihrem Flahe boſcwert hatten und auf denen ihr Fuß oft genug geſtrauchelt war und ſich ver⸗ letzte.

Die Liebe nur hatte dieſes Wunder wirken, alles dieſes nen und ſo ſchön machen können.

Durch prächtige Blumenbeete hindurch