Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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war es nun geworden, ihrer Abweſenheit ein kleines Paradies daraus zu ſchaffen.

Unermüdlich hatte er den Lieblingsplatz der Ge⸗ liebten— gepflegt, ihn als ſeinen liebſten Zögling be⸗ trachtet und ſeine treueſte Sorge ihm zugewandt, um das verehrte Mädchen zu überraſchen. Und heute nun ſollte es geſchehen;— heute mußte ſie kommen, um dieſe Stelle zu beſuchen— denn Anng von Harder war geſtern Abend bei Tante Frieda eingetroffen, um in dieſem Jahre län⸗ ger als Sewöhnlic zu verweilen.

Wie klopfte Ernſt's Herz, wenn er ſich ausmalte, wie ſie leicht und elfenhaft daherſchweben würde, nach allen Seiten hin die blühenden Anlagen grüßend— um ſich auf dem Lieblings; platze den alten Träumen zu über⸗ laſſen! Er ſah ſie kommen, ſah i 6. überraſchtes Lüchelt welches die Freude verkündete, die ſeine Sorgfalt i ihr bereitet, ſah ihren fuchenden Blick, der ihm galt— ihm, dem Schöpfer all' dieſer Schönheiten, ſie wohl ahnte— und der zagend und bang und doch glücklich, unendlich ſelig hinter einem Strauchwerk lauſchte, wäh⸗ rend ſeine Zuſ u zerſpringen drohte vor Sehnſucht

und Glück.

Und während Ernſt im Garten bereits ſchaffte und mit treuer Hand Ueberraſchungen für das verehrte Fräu⸗ lein bereitete, hatte auch dieſe ſich ſchon dem Schlummer