Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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chenden Auswanderungsſucht gefolgt und hatte das Va⸗

terland verlaſſen, um über dem Meere ſein Glück zu verſuchen. Von ſeinen Schickſalen in der Fremde wußte Niemand.

Nach einigen Jahren war er dann zurückgekehrt, war bald Beſitzer von Brandshof geworden, hatte den Adel gekauft, ſich mit einer armen Grafentochter aus alter Familie vermält— und lebte nun auf ſeinen Be⸗ ſitzungen, die er unabläſſig zu vermehren ſtrebte, wäh⸗ rend alle Welt von ſeinen Reichthümern fabelte und den Mann beneidete, deſſen Glücksſtern unerſchöpflich ſchien, ihn mit immer neuen Erdengütern zu ſegnen.—

Es war an einem freundlichen Sommertage, und die Sonne ſenkte ſich bereits dem weſtwärts vom Schloſſe gelegenen Walde zu— der Abend nahete.

Die Landſchaft, mit dem Schloſſe inmitten, bot einen wundervollen Anblick. Alles lachte und grünte und blickte ſo recht ſommerfreundlich um ſich. Das Schloß, ſo elegant und modern wie der Adel ſeines Beſitzers, zeigte keine Spur von jenem ehrwürdigen Alter, das die mittelalterlichen Schlöſſer für Touriſten

ſo pikant machen ſoll— glänzend und glich es eher einem prachtvollen Palais der Von ſeiner Vorderſeite führte eine grünende Aden⸗Allee nach der kaum zehn Minuten entfernt vorübergehen⸗