36
Dahin waren alle die ſchönen Träume, die das muntere Völkchen ſo ſanguiniſch gepflegt hatte, dahin, dahin. Arbeiten, ſich hieß die unerbittliche Loſung des Tages, und Hans, der um nichts ſich nach der Reſidenz gewünſcht hatte, als um ein recht angeſtrengt thätiges Leben zu führen, ſehnte ſich längſt wieder aus dem Cadeteuhauſe hinweg, hinweg aus der großen Stadt und nach ſeiner Heimat zurück, deren länd⸗ liche Freuden ihm jetzt noch niemals ſo hold erſchienen, als früher, wo er ungeduldig aus ihnen hinaus und nach dem lautſchillernden Weltleben verlangt hatte. Umſonſt. Er mußte jetzt aushalten und arbeiten, und da der alte Erich ſogleich nach ſenet Aufnahme in das Cadetenhaus in die Heimat zurückgereiſt war, ſo hatte er nicht einmal Jemand, dem er ſein Leid klagen konnte, denn ſeinem Jugendfreunde und einzigen nähe⸗ ren Bekannten, Ivachim von Brandach, ging es eher noch ſchlimmer, als ihm. Dieſer war mit unter den Ab⸗ gefaßten und Beftraften geweſen, und da er bald Offi⸗ cier werden und das Cadetenhaus verlaſſen ſollte—
wo er dann ſelber von den ihm Untergebenen die ſtrengſte 3
Subordination fordern ſo wurde ſein arger Sub⸗ ordinationsfehler auf das Strengſte gerügt. Eine fort⸗ während üble Laune des jungen Herrn, der einmal von der verbotenen Frucht zu koſten gewohnt war, und ſie


