Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19„

richten müßte, wie ihm der leichtſinnige Junker in der Hauptſtadt verloren gegangen ſei.“ 3

Das war ein neues Wunder für Hans, und, den Diener mit großen Augen firirend, frug er erſtannt: „Iſt ſie denn wirklich ſo groß, und iſt das wirklich Alles ſo wahr, wie Du es ſagſt, Erich?—“

„Unendlich groß, Junker, und die äußerſte Vor⸗ ſicht nöthig, daß man nicht getrennt wird, oder gar noch Schlimmeres geſchieht!“ entgegnete treuherzig der Alte.

„Aber da möchte man ſich ja fürchten, und kann ſich wie ein Robinſon vorkommen, nur nicht in der Einſamkeit, ſondern im allzugroßen Gewühle.“

Erich lachte— da pfiff die Lokomotive und ſchon rollten die Wagen an den erſten Gebäuden vor⸗ über. Noch einen Angenblick— und man war ange⸗ langt am Ziele. Hans trat hinaus und hielt ſich dicht an den alten Diener, da er deſſen Worte be⸗ ſtätigt fand und ſich wirklich ängſtlich und unbe⸗ haglich fühlte in dieſem tobenden Menſchengewühle, das achtlos lief und ſchrie und den armen Junker bald anrannte, bald zur Seite ſtieß, ſo daß er froh war, als ſie ſich endlich dieſem Knäuel entwunden hatten.

„Ihren Paß, Herr!“ rief da plötzlich ein Uni⸗

2½

4