Geſtalt, ein Mann voll Biederkeit Edelſinn,
5
griffe unſere Verluſte doppelt fühlbar machen wollen — nein, voll ſtolzen Edelſinnes will ſie jetzt ſterben als eine Hrchin Sie kennt ihr Schicſal und t entgehen, doch ſtolz zur
weiß, ſie kann ihmen
Klage, hü ſie ſich ein in ihre ſchönſte Pracht, um
würdig zu wie ſie gelebt hat.“—
du haſt Recht, Gertrud,“ fiel hier eine tieſe
Männerſtimme in„würdig ſierben, wie man gelebt
hat, iſt eine Kunſt, die man der herbftlichen E Erde 1
könnte, und auch wir wollen, wenn es ein⸗ ſein müßte, wür dig ſterben tönnen, eingehüllt in en gauzen Glanz unſeres Hauſes.“ Frauen blickten erſchreckt um, und während Anna mit dem Freudenrufe:„Mein Vater!“ in des Mannes Arme eilte, ſah die Mutter, befremdet über die ſonderbare Rebe, feshen zu dem eintretenden Gatten empor, und eine düſtere Wolke lagerte ſich über ihre ſonſt ſo klare Stirn.
Der Freiherr führte ſeine Tochter auf ihren Sitz zurück, ließ ſich ſelber neben ihr nieder und betrachtete wohlgefüllig die ſc e Arbeit, die unter den geſchick⸗
5 friſcheſten Farbenſchmcke er⸗
ten Fraue enhänden im blühete. Der Freiherr von Harder war eine große, ſtatt⸗


