aus dem Wagen, faßte dann Emy in ſeine Arme und hob ſie heraus. Sie war ohnmächtig, was ihre drei Begleiterinnen in dieſem Augenblicke heftigen Schreckens nicht bemerkt hatten; als aber der Graf ihren Kopf in die Höhe hob, ſchrieen Hildur und Helene:
„Herr Jeſus, Blut;— Emy, Emy iſt todt!“
Der Graf war todesbleich, als er das Blut von Emy's Schläfe herabrinnen ſah. Er ſtieß Helene, welche verzweiflungsvoll Emy's Hände umfaßt hatte, hinweg und ſprang mit ihr den ſteilen Bergrücken hinauf, indem er blos ausrief:
„Schafft Waſſer, ſchafft Waſſer!“
Im nächſten Augenblick hatte er ſeine Bürde auf dem Graſe am Saume des Waldes niederge⸗ legt; ihr Haupt an ſeine Bruſt gelehnt, verband er deren Wunde und wiſchte das Blut ab. Er über⸗ ließ ſich der ganzen Stärke ſeines heftigen Schmer⸗ zes, da Emy noch immer aus ihrer Ohnmacht nicht erwachte, während Helene und Hildur, auf die Kniee geworfen, unter Thränen ſie zur Beſinnung zu brin⸗ gen ſuchten, obwohl deren Bemühungen lange frucht⸗ los blieben.
„Emy, meine Braut, meine Gattin, Engel mei⸗ nes Lebens, erwache, erwache!— O! was ſoll aus Deinem Arthur werden, jezt, jezt, wo ich nicht mehr ohne Dich leben kann. Sieh' mich nur ein einziges Mal an. O! laß' mich von Deinen Lippen hören, daß Du mich liebſt, und ich werde mich dann glück⸗ lich ſchäzen, mit Dir ſterben zu können!“
Der Graf drückte Emy leidenſchaftlich an ſein Herz ohne ſich darum zu bekümmern, daß Helene


