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Aergerniß erregt. Es dauerte jedoch nur kurze Zeit
mit dieſem ſeinem Verhältniſſe, und er verliebte, ſc
plözlich in eine andere Perſon.“ Alle Geſichtsmuskeln Sappho's ſchienen auf ei
ſpiegelten den ganzen Sturm in ihrer Seele wieder; das Blut kam und ging auf ihren Wangen und ihr Buſen hob ſich gewaltig.
„Nun, warum fährſt Du nicht fort?“ rief Sap⸗ pho heftig. Meluſine empfand ein heimliches Vergnügen da⸗ ran, diejenige plagen zu können, von welcher ſie ſo
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oft gedemüthigt wurde. Sie antwortete deßhalb mit einer gewiſſen Schadenfreude:
„Die Geſchichte ſchließt mit der neuen Liebe, welche vielleicht jezt noch fortdauert.“
„Aber die Frau, welche er liebt, hat doch wohl einen Namen und lebt irgendwo?“
„Ja freilich, aber es iſt vielleicht unrecht, die Leute beim Namen zu nennen.“
„Höre, Meluſine, ich glaube, Du willſt Dir einen Spaß mit mir machen!“
Sappho ſprang mit flammenden Augen auf.
„Mein Gott, Frau Gräfin, das iſt mir niemals in den Sinn gekommen. Ich würde ja gern mein Leben für Sie laſſen,“ erwiederte die etwas beſtürzte Meluſine mit ſclaviſcher Furcht.
Sappho erkannte, daß ihre Heftigkeit nur den empfindlichen Punkt in ihrer Seele bloßſtellte, und ſagte deßhalb, ſich auf den Pompadour zurücklehnend:
„So mach' alſo nicht ſo viel Umwege, ſondern erzähle mit Deiner gewöhnlichen Schwazhaftigkeit.“
mal ein tauſendfaches Leben erhalten zu haben und


