Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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daß Du keinen höhern Wunſch hegſt, als die ſchöne Frau und meinen Couſin gehörig zu verleumden. Mir recht; es dient vielleicht zu einiger Zerſtreuung bei dieſer drückenden Hize.

Verleumden, Frau Gräfin?.

Fräulein Melufine ſah im höchſten Grade belei⸗ digt aus.

Ach, werthes Fräulein, es lohnt ſich der Mühe nicht, mir gegenüber eine ſolche Miene anzunehmen. Ich nenne jedes Ding bei ſeinem rechten Namen, und will nun, daß Du von Deinen Entdeckungen Kunde gibſt.

Sappho's Angeſicht hatte wieder jenen hochfahren⸗ den Ausdruck, welcher ſtets eine Demüthigung für die Perſon, mit welcher ſie redete, in ſich ſchloß.

Die Frau Gräfin iſt doch nicht böſe auf die arme Meluſine? bat die Geſellſchaftsdame mit gut geſpielter Beſtürzung.

Böſe, mein Gott! Was Du für ein Weſen aus Dir machſt! antwortete Sappho achſelzuckend, erzähle nun und verſchone mich damit, etwas Anderes hören zu müſſen.

Fräulein Meluſine kannte die Gräfin zu gut, als daß ſie ſich noch ein einziges Wort erlaubt hätte, welches nicht zu dem Wenigen, was ihr mitzutheilen möglich war, in Bezug ſtand.

O, das iſt ſo viel wie Nichts. Ich hörte nur von der Inſpektorin Lindal hier in Löda, daß Graf Ruben voriges Jahr, da er auf Holmvik verweilte, vielleicht etwas zu viel Wohlgefallen an dieſer Frau Walden gefunden habe. Seine beharrliche Aufmerk⸗ ſamkeit gegen ſie hat Aufſehen und ein gewiſſes