265 wohnten, gemacht, ſich zu Ende des Auguſt, ohne vorher Anzeige hievon ergehen zu laſſen, in Löda
eingefunden und durch ihr plötzliches, unerwartetes
Erſcheinen eine gewaltige Aufregung daſelbſt hervor⸗ gebracht.
Der Inſpektor, Kämmerer, Hofmeiſter und Buch⸗ halter, waren bei dieſer nicht ſehr willkommenen Ueberrumpelung beinahe um den Verſtand gekommen. Es gab ein Springen, ein Drängen und Treiben von dem Hauptgebäude durch die ganze Werkgaſſe zu den Schmieden und Hämmereien, das kein Ende nahm. Wären die Ruſſen über das arme Löda her⸗ gefallen, ſie hätten keinen größern Lärm daſelbſt an⸗ richten können, als die Leute hier in ihrem Eifer und ihrer Beſtürzung für ſich ſelbſt machten.
Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich auch die nicht ſehr erfreuliche Nachricht, daß die Gräfin die Abſicht hatte, den Winter daſelbſt zuzubringen und ſomit durch ihre hohe Gegenwart deg Notabilitäten zu Löda einen minder behaglichen Zwang aufzuerlegen. Ueberdies war die Alleinherrſcherin über das zeitliche Wohl dieſer Menſchenkinder von nicht ſonderlich lie⸗ benswürdiger Laune, wie das Gerücht ebenfalls dienſt⸗ fertiger Weiſe verkündet hatte.
Der Grund davon war, daß Sappho zu dieſen Be⸗ ſuchen bei Verwandten ſich nur in der Hoffnung entſchloſ⸗ ſen, mit Arthur zuſammenzutreffen, welcher nach den bei ihrer Ankunft in Stockholm erhaltenen Mittheilungen
anf einer Reiſe zu den Mitgliedern der Familie be⸗
griffen war, aber ihre Erwartung vereitelt geſehen hatte. Auch war ſie der Weltfreuden überdrüſſig, ſatt der ewigen Huldigung, womit man ſie über⸗


