Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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an Dich. Ach, Helene, ich betete zu Gott ſo warm, ſo innig für Dich, flehte ihn an, Dein Leid'zu mil⸗ dern und Dein Herz mit Troſt und Hoffnung zu ihm zu wenden. Meine Gebete waren ſo glühend, daß ich fühlte, Er erhöre mich. Noch einmal werden Roſen der Freude für Dich blühen, und Du wirſt im Be⸗ wußtſein, Deine Pflicht erfüllt zu haben, einen Troſt für Alles, was Du gelitten haſt, finden. Könnte ich in Deine Seele das feſte und kindlich fromme

Vertrauen zu Gott eingießen, welches ich in meinem

Herzen trage, ſo würde die Verzweiflung nicht in dem Deinigen weilen.

Ich ſende Dir einige Blumen. O! könnten ſie alle die Worte des Troſtes und der Zärtlichkeit Dir zuflüſtern, welche ich Dir ſenden möchte.

Bald bin ich wieder bei Dir.

Deine Emy.

In einem andern Briefe kam folgende Stelle vor:

Sage nicht, es ſei der Zufall, welcher uns zu⸗

ſammengeführt. Nein, mein Liebling, es iſt eine höhere Macht, welche unſere Wege in einander ver⸗ laufen ließ, gerade da wir beide der Freundſchaft

von einander ſo ſehr bedurften. Wie ſich auch das

Leben für uns geſtalten mag, Helene, das weiß ich gewiß: unſere Schickſale müſſen vereint bleiben. Gott, der Allgütige, hat es ſo gewollt, als er unſere Her⸗ zen für einander ſchuf; als er uns zuſammenführte, uns zu ſtüzen und zu tröſten und innig dankbar

bin ich Ihm dafür, der niemals ſeine Kinder ver⸗