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daß Helene Frau Becker den Vorſchlag machte, ſie und ihre Tochter auf Lundagard in Penſion zu neh⸗ men. Auf Klara's eifrige Fürbitte gaben Beckers ihre Einwilligung, und es wurde beſchloſſen, daß He⸗ lene auf den Herbſt zu ihnen ziehen ſollte.
Während der zwei Monate, welche bis dahin verfloſſen, wuchs die gegenſeitige Anhänglichkeit zwi⸗ ſchen den beiden Freundinnen, und ſteigerte ſich bei Helene bis zu jenem Grade von Exaltation, welcher im Allgemeinen alle ihre Gefühle auszeichnete.
Der nachfolgende Brief von Emy an Helene ver⸗ mag beſſer, als wir hiezu im Stande ſind, einen Be⸗ griff von der ungewöhnlichen Freundſchaft und Zu⸗ neigung zu geben, welche bei Emy ſich auf Theil⸗ nahme und eine gewiſſenhafte Sympathie, bei Helene auf Bewunderung der wahrhaften moraliſchen Ueber⸗ legenheit und des wirklich Reinen und Edeln in Emy's Charakter geſtüzt war.
„Geliebte Helene!
„Ach! daß ich ſo unbedachtſam meinem Schmerze Luft machte und durch Schilderung der Leiden, welche meine Liebe mit ſich brachte, Dir Kummer bereitete; aber Du ahnſt nicht, welche Luſt es gewährt, ſein Herz in den Schvos einer Freundin ausſchütten zu können. Kannſt Du mir verzeihen, daß ich Dein ſchon zuvor bekümmertes Gemüth mit einer neuen Sorge— der Sorge um mich beſchwert habe? Ich ſelbſt vermag es kaum.“
„Als ich von Hanskär heimkehrte, war der Abend herrlich und ſprach zum Herzen; das melancholiſche Mondlicht erfüllte mich mit Wehmuth, und ich dachte


