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kennen lernen. Oder werden auch für Dich Tage der Prüfung kommen, um das Gold im Feuer zu läutern? Droht nicht ſchon am Morgen Deines Glücks ein neidiſches Schickſal, ſeine Fäden von Qual, Leiden und Entſagung zu ſpinnen. Niemand kennt die Wege des Geſchicks; aber jezt war Hildur glücklich.
Als Hildur und Arvid in den Saal traten, war Helene mit ihrer kleinen Tochter auf Beſuch da. Es war eine frohe Ueberraſchung, ſie ſo bald wieder zu ſinden. Ihr Ausſehen zeugte von mehr Leben als ſonſt, und das Feuer in ihren Augen brannte we⸗ niger düſter; es lag Etwas von ihrer natürlichen Milde in deren Blick. Sie kam, um Emy auf Be⸗ ſuch nach Hanskär zu bitten und einzuladen, am Abend ſie dahin zu begleiten und ein paar Tage bei ihr zu verweilen.
Frau Becker, der Lieutenant und die Mädchen vereinigten ſich nun, ſie zu beſtimmen, mit der klei⸗ nen Ellen auf Lundagard zu bleiben. Man bat ſo eifrig und inſtändig, daß Helene, welche beinahe kein Auge von Emy verwandte, endlich ihre Einwilli⸗ gung gab.
Kurz nachdem dies abgemacht war, trat Arvids Reiſegefährte in den Saal, und man ſtellte den Paſtor Wenborg und die Kapitänin Kahn einan⸗ der vor.
Bei dem Namen Kahn ſtuzte der junge Geiſt⸗ liche, machte Helene eine tiefe Verbeugung und näherte ſich ihr, als die Unterhaltung um gleichgül⸗ tige Dinge ſich zu bewegen begang. Mit einem beinahe ſcharfen Blick betrachtete er die abgezehrten
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