Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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zu ſagen, daß alle Wünſche meines Herzens ſich um Dich drehten? Du weißt doch, wie ich an Dir hänge, wie glücklich ich bin, bald Luſt und Leid mit Dir theilen zu dürfen, ohne daß ich es Dir noch mit Worten zu bekräftigen brauche.“

In Hildurs Augen leuchtete jener eigenthümliche Glanz, welcher ihnen einen ſo unwiderſtehlichen, von tiefſter Hingebung zeugenden Ausdruck verlieh.

Lange ſaßen die jungen Leute beiſammen und bauten ihre Luftſchlöſſer und unterhielten ſich davon, wie behaglich ſie ſich auf Liljedal befinden würden, und welche Einrichtungen ſie treffen wollten, u. dgl. Es lag ſo biel Reiz in dieſem Geſpräch über ein bevorſtehendes Glück und über eine bleibende gemein⸗ ſame Heimath, wodurch die Wonne des gegenwärti⸗ gen Augenblicks noch erhöht wurde.

„Geſtehe, meine Hildur, daß wir in der That glücklich ſind. Ein Leben der Jugend, der Geſund⸗ heit, der Liebe, der Arbeitſamkeit und des Friedens liegt vor uns. Mit dieſen herrlichen Bundesgenoſſen ſind wir der Glückſeligkeit ſicher.“

Mit dieſen Worten erhob ſich Arvid, denn er hörte, daß man ſie hereinrief, da fremde Gäſte an⸗ gelangt waren.

„Ja, Gott iſt gütig gegen uns geweſen,“ flüſterte Hildur.„Ich fühle mich ſo dankerfüllt, gegen den allgütigen Geber.“

Ein warmer Kuß folgte, eine herzliche Umarmung, und unſere jungen Leute eilten hinein.

Wird Dein Himmel, Du gute, treuherzige Hil⸗ dur, allzeit ſo klar bleiben? Wird Deine warme, vertrauensvolle Seele niemals des Lebens Bitterkeit