Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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hat ſo oft von Ihnen geſprochen, daß meine Neu⸗ gierde erwacht iſt. Nun ſtehe ich in Klara's Schuld dafür, daß ſie den einzigen Wunſch, welchen mein Herz im Stillen hegte, erfüllt hat. Sie erkennen daraus, wie man niemals der Welt und ſich ſelbſt ſo ganz abgeſagt hat, daß in unſerer Seele nicht noch Etwas bleibt, wornach man ſich ſehnt.“

Mit einem wehmüthigen Lächeln reichte ſie Emy die Hand.

Helenens Blicke hingen feſt an dem reinen, fri⸗ ſchen und ſchönen Angeſichte des Mädchens. Es war, als ob ſie jeden Zug davon erforſchen wollte, als ob ſie zu ergründen ſuchte, ob die Seele,

welche unter dieſer ſchönen Außenſeite ſich verbarg, auch in Harmonie damit ſtände. Hätte Helene in

Emy's Herz ſchauen können, ſo hätte ſie es verwun⸗

det und blutend gefunden; aber auch mit ſo einem warmen Glauben, einem ſo innigen Vertrauen auf Gott, daß ſie daraus die Kraft geſchöpft habep würde, ihren eigenen Schmerz zu tragen.

Emy's Art und Weiſe bei der Begegnung mit Helene war von dem Gepräge ihres gewöhnlich ſtol⸗ zen und kalten Charakters ganz und gar frei; ſie hatte etwas Einfaches, Mildes und Zerzlhet im Verein mit jener äußern Ruhe, welche Emy nur höchſt ſelten verließ.

Man verbrachte den Tag auf Hanskär, und Alle boten auf, was in ihren Kräften ſtand, Helenens Theilnahme zu erregen.

Ellen war Selma's Günſtling, und Helene

lächelte als ſie ſah, wie vergnügt ihre kleine Toch⸗