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Nein Glück ſteigt glaubensvoll zum Himmel an, Dert iſt die Seligkeit mir aufgethan.“
Als der Geſang verklungen war, richtete Helene ihr geſenktes Haupt auf und fragte;
„Klara, Klara, warum haſt Du durch dieſe Lie⸗ der Gefühle in meiner Seele erweckt, welche niemals mehr darin laut werden dürfen? Wer iſt die Sän⸗ gerin?“
„Es iſt ein junges Mödchen, welches in Geſell⸗ ſchaft von zwei andern hieher gekommen iſt, um mit mir einen Tag bei Dir zuzubringen.“
Helenens Stirne verdunkelte ſich und ſie antwor⸗ tete bitter:
„Ich verabſcheue fremde Geſichter. Ich verab⸗ ſcheue alle Berührung mit den Menſchen.“
„Aber nicht mit denen, welche ſo ſingen, daß die beſſern Gefühle Deines Herzens wieder erwachen. Uebrigens hilft es Dir Nichts; Du mußt uns den
ganzen Tag hier behalten, das iſt feſt beſchloſſen.“
Klara rief ohne weitere Umſtände die drei Mäd⸗ chen, und einen Augenblick nachher ſtanden ſie vor Helene, welche noch unter dem Eindruck, den der Geſang hervorgebracht hatte, ſie mit minderer Scheu begrüßte, als ſonſt wohl der Fall geweſen wäre. ₰
Als Klara Emy vorſtellte, fuhr eine dunkle Rötheß über Helenens Stirne, und in ihrem Auge leuchtete ein Bliz des Schmerzes; aber beide verſchwanden und ſie reichte Emy die Hand, indem ſie mit etwos unſicherer Stimme ſagte:
„Wenn ich in meiner ſelbſtgewählten Einſamkeit
mich einmal geſehnt habe, einen Menſchen zu ſehen ſo habe ich ſtets an Sie gedacht, meine Beſte! Dorg


