Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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bald eine angſtvolle Unruhe über deſſen Zukunft und die Leiden, welche deſſelben warten. In ſolchen Augen⸗ blicken wünſcht ſie in ihrem finſtern, unglücklichen Seelenzuſtande, daß Gott die Kleine zu ſich nehmen möge. Sie hat nicht einmal eine frohe Hoffnung auf ihr Kind geſezt;— Nein, in ihrer Seele herrſcht Finſterniß, nur Finſterniß!

„Dieß iſt die Geſchichte einer Frau, die Ihr mir nun einer Einſamkeit entreißen helfen müßt, welche ſie zur Erfüllung ihrer Mutterpflichten unfähig macht,“ ſchloß Klara mit einem Blick auf ihre Zuhörer.

„Und wir verdienten nicht, Chriſten zu heißen, wenn wir das weigerten,“ antwortete der Lieutenant gerührt.

Emy reichte Klara mit Thränen in den Augen die Hand und ſagte:

„Sei verſichert, Klara, daß ich Jahre meines Lebens darum gäbe, wenn ich ihren Schmerz lin⸗ dern und ihrer kleinen Tochter die Mutter wieder⸗ ſchenken könnte.“

Hildur ſagte Nichts, gab aber Klara die Hand mit einem Blick, mit einem ſo ſprechenden, ſo war⸗ men Blick, daß Klara's Augen ſich mit Thränen füllten. Selma küßte laut weinend Klara die Hand.

„Laßt mir auch eine Rolle dabei, welche ihr dien lich ſein kann,“ ſagte ſie.

Nachdem die allgemeine Rührung ſich gelegt hatte, bemerkte der Lieutenant:

Aber die Zeitungen haben niemals die Aſſeſſorin als die Schuldige mit Namen bezeichnet.“

„Mein Mann und mehrere einflußreiche Perſonen