Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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er fürchte, daß der Kapitän Gift bekommen habe, worauf er ſchnell ein Gegengift verſchrieb.

„Ich übergehe den Eindruck, welchen dieſe Worte auf Helene und meine Tante machten. Der Kapi⸗ tän richtete ſich mit großer Anſtrengung auf und ſtreckte die Arme gegen ſeine Gattin aus, welche ſich an ſeine Bruſt warf. Dann ſagte er mit klarer und deutlicher Stimme:

„Wenn ich ſterbe, Herr Doctor, ſo gedenken Sie meiner lezten Worte: meine Gattin iſt unſchuldig, aber mein—“

„Die Schmerzen machten es dem Kapitän un⸗ möglich, weiter zu reden, und eine halbe Stunde darauf war er todt.“

Klara ſchwieg. Alle waren tief erſchüttert.

„Aber man fand doch Arſenik in Frau Kahn's Schreibtiſche,“ fiel der Lieutenant ein.

„Ja, aber ſie war dennoch unſchuldig,“ nahm Klara wieder das Wort.„Ich will Nichts ſagen von den erſten Stunden ſchauerlicher Verzweiflung. Kurz nach dem Tode des Kapitäns fanden ſich, von Reinhold herbeigerufen, der Staatsfiskal und einige Policeibeamten ein, welche genaue Nachforſchungen in Bezug auf die Vergiftung anſtellten und die Section des Leichnams anordneten. Bei der gleichfalls ein⸗ geleiteten Hausſuchung entdeckte man in Helenens Schreibtiſch, in einem unverſchloſſenen Schubfache ein Stück leeres Papier, worin ſich noch einige Kör⸗ ner Arſenik vorfanden. 8

„Ich übergehe, daß die Section den Verdacht einer ſtattgehabten Vergiftung beſtätigte; ich über⸗ gehe auch den Beginn des Proceſſes, welcher leider!

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