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viele Verdachtsgründe gegen die arme Helene zu Tage förderte, die dadurch noch beſtärkt wurden, daß das Teſtament des Kapitäns ganz und gar zu ihren Gunſten lautete, den Notar von jedem Erbſchafts⸗
antheil ausſchloß und jede Einmiſchung von ihm in Sachen der Verlaſſenſchaft ausdrücklich verbot.
„An einem Verhörstage hatte der Staatsfiskal das Verlangen geſtellt, daß Helene verhaftet würde; aber auf meines Mannes Bürgſchaft hin blieb ſie noch auf freiem Fuße. Sie kehrte nach Hauſe zurück, feſt entſchloſſen, ſich niemals lebend ins Gefängniß ab⸗ führen zu laſſen. Gänzlich zermalmt, erklärte ſie dieß ihrer Mutter und mir. Die Aſſeſſorin über⸗ häufte ihre Tochter mit Zärtlichkeitsbezeugungen, und ſuchte ihr! Hoffnung und Vertrauen auf ihre einzuflößen; aber Helene rief verzweiflungs⸗ voll aus:
„Hier gibt es keine Hoffnung mehr, Mutter. ein Leben iſt einem ſtillſchweigenden Fluche ver⸗ fallen, und Deine arme Helene wird wahrſcheinlich auf dem Schaffot oder in einem Gefängniß ihr Le⸗ ben beſchließen.— Nein, nein, ich werde alle dieſe Erniedrigung nicht ertragen; lieber will ich ihr ſelbſt ein Ende machen. Troz aller meiner Bemühungen, meine Pflichten getreulich zu erfüllen, iſt mein Leben eine Kette ungerechter Anklagen geweſen.“ „Helene brach in wildes Schluchzen aus. „Die Aſſeſſorin ſchlang die Arme um ihre Tochter, „Glaubſt Du,“ ſagte ſie,„daß ich für Deine Ehre, Dein Glück, Alles, ſelbſt mein Leben aufopfern könnte?“ „Mama, Mama, ich weiß, daß Du um meinet⸗


