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Bewegung von Stolz und Verzweiflung den Kopf zurück und ſprach langſam.
„Nein, meine Mutter, ich werde Dir nicht folgen, ich werde hier bei meinem Mann bleiben— dieß iſt meine Pflicht, deren ich nie vergeſſen werde— mag er auch der ſeinigen uneingedenk ſein.“
„Helene trat auf Kahn zu und ſprach in kaltem, deutlichem Tone:
„Mit welchem Rechte wagſt Du, einen ſo ſchimpf⸗ lichen Argwohn gegen mich auszuſprechen?“
„Mit dem Rechte, welches meine verhöhnte und unbelohnte Zuneigung mir gewährt,“ antwortete der Kapitän.„Begreifſt Du nicht, daß die Gewißheit, Dein Herz gehore mir nicht, jede Anklage gegen Dich glaublich macht? Ha! Du wirſt niemals zu faſſen vermögen, welche Hölle der Anblick jenes Kindes für mich war, nachdem man mich gelehrt hat, an deiner Treue und an Deiner Ehre zu zweifeln.
„Der Kapitän fuhr mit der Hand über das bleiche Angeſicht.
„Es gibt alſo Jemand, der... der mich an⸗ zuklagen wagt?“ fragte Helene und ſtand ſo bleich, ſo kalt, mit hocherhobenem Haupte vor ihrem Gat⸗ ten, daß man wohl glauben mochte, auf ihrer ſchnee⸗ weißen Stirne ihre Unſchuld leſen zu können.
„Ein Seufzer, ſo qualvoll, daß eine ganze Welt
on Schmerz darin lag, arbeitete ſich aus des Ka⸗ pitäns Bruſt empor, als er dieſes einzige Wort aus⸗
ſprach. „Und Du haſt daran geglaubt?“ „Helenens Züge wurden immer kälter und bleicher. Schwartz, Blätter a. d. Frauenleben. 1. 15


