Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Und die Mutter drückte mit Wärme das Haupt 8 jungen Mädchens an ihre Bruſt.

Aber ich war daran nicht ſchuldig, ſondern die ante, welche mich bis zu Helminals Abreiſe zu

eiben zwang. Du weißt nicht, Mama, wie mir

8 Herz vor Unruhe ſchlug; wie meine Gebanken. d Gefühle ſich um Dich drehten; wie betrübt ich

zr; wie ſehr ich mich nach Dir ſehnte.

Die Mutter küßte das Mädchen auf die Stirne,

ährend ſie ihr mit wahrhaft rührender Güte ant⸗ ortete!

Laß uns an dieſe Kleinigkeit nicht mehr denken.

h habe Dir Unrecht gethan, und Du wirſt es mir ſon verzeihen; aber Du weißt, meine Emy, daß ein Herz während der langen Seereiſe Deines Va⸗ S ſich mit einer vielleicht allzugroßen Schwachheit

mein Kind gehängt hat. Du haſt mir des Gat⸗

und der Eltern Stelle erſezt. Wenn Dein Vater mweg iſt, ſo biſt Du meine ganze Welt.

Emy ſchlang ihre Arme um den Leib der Mut⸗ und ſie hielten einander eine lange Weile feſt ſchloſſen. Beide waren allzu aufgeregt, um ſpre⸗ zu können.

Endlich machte ſich die Mutter aus des Mäd⸗ is Armen los und begann, die Hand nach dem der Ferne ſchaukelnden Fahrzeug ausſtreckend, der mit ſchwacher Stimme:

Siehſt Du das Segel dort? Beim Anblick ſelben ſchlug mir das Herz mit verdoppelter Ge⸗ windigkeit, und ich bildete mir ein, es ſei Deines ters Fahrzeug, welches heimkehrte. Ach! ich ver⸗