Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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demjenigen verglich, welches mein Herz Dir ſchon ſeit dem Abend, wo Du mich verließeſt, eingeräumt, dann kam es mir vor, als wenn meine Liebe zu Elias nur ein ſchöner poetiſcher Traum geweſen, während meine Neigung zu Dir eine Liebe iſt, ſo ſtark und mächtig wie die Wirklichkeit.

Jezt lehnte Sophie ihren Kopf gegen die Bruſt ihres Mannes, und fügte hinzu:

Es iſt keine Redensart von mir, ſondern eine wirkliche Wahrheit, daß Du die Hälfte meines Le⸗ bens biſt.

Jerome drückte ſie an ſeine Bruſt und hielt ſie lange Zeit in ſeine Arme geſchloſſen, ohne ein Wort zu ſagen.

Was ſollte er wohl in dieſem Augenblick ſagen können? Wenn das Herz am vollſten iſt, dann ſchweigt der Mund. Für Sophie bedurften es auch keine Verſicherungen und Betheuerungen; ſie merkte an dem Schlag ſeines Herzens, daß er ſie ver⸗ ſtanden.

Nach Verlauf einiger Augenblicke ſagte Jerome:

Wurdeſt Du nicht bewegt, als Du ihn nach dem Verlauf ſo vieler Jahre wieder ſahſt?

Ja, ich fühlte, daß ich Elias immer lieb haben werde, und doß meine Dankbarkeit für das, was er und ſein Vater für mich gethan haben, mir in's Grab ſolgen wird.

Willſt Du Dich ihm zu erkennen geben?

Nein, Julius, das will ich nicht. Unſere Wege ſind einmal getrennt und am beſten iſt es, wenn es ſo bleibt.

Aber, Sophie, wenn er es erführe, daß Du