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niger Fremden gegenüber befangener und hielten ſich folglich in Abſtand.
Der Fremde half einer eleganten Dame aus dem Wagen und der Bediente hob einen zwölfjährigen Knaben mit einem bleichen und leidenden Ausſehen heraus.
Beim Anblick des Knaben konnte Gabrielle ſich unmöglich ſtille verhalten. Sie ſprang auf den Fremden zu und rief:
— Wie heißt Dein kranker Junge?
— Er heißt Abraham,— antwortete der Fremde, und betrachtete das friſche Geſicht Gabrielles mit einem traurigen Blick. Hierauf wandte er ſich ge⸗ gen die koſtbar gekleidete Dame und ſagte;
— Judith, ich wollte wünſchen, daß unſer Kind ein ſo blühendes Ausſehen hätte wie dieſes Kind.
— Ach ja! ſeufzte die junge Dame, und wandte ihre Augen von Gabrielles Geſicht auf das des Soh⸗ nes, welcher vor ihr her getragen wurde.
Die Nacht war eingebrochen. In dem ländlichen Hauſe war Alles zur Ruhe gegangen, mit Ausnahme
von Sophie, welche am Fenſter in der Giebelkam⸗
mer ſaß. Sie horchte auf jeden Laut. Es ſchien, als wenn ſie mit innerer Unruhe auf Jemanden wartete. In ihrem Geſichte entdeckte man Spuren einer überſtandenen Gemüthsbewegung, welche die Klar⸗ heit in ihrer Seele getrübt. Der einzige Lärm, welcher die Stille unterbrach, war das Rauſchen des Waſſers gegen das Ufer


