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„Man lernt es nicht ſich zu lieben. Die Liebe iſt das Kind der Stunde, ſie kommt augenblicklich oder nie. Auch will ich Euch die ſchwere Pflicht er⸗ ſparen, den Verſuch zu machen Eure Gefühle an mich zu feſſeln.— Ich reiſe und verlaſſe Euch.“
„Jetzt ſeid Ihr wieder mißvergnügt,“ rief Sophie, „und das betrübt mich. Ich, welche wünſchte, jede Wolke von Eurer Stirne zu verjagen, habe immer das Unglück ſie hervorzurufen.“
„Bevor Ihr vermöget, die Sorgen von meiner Stirne wegzublaſen, werdet Ihr mich lieben müſſen, und ich Euch; aber, da wir das nicht thun, ſo bleibt uns nur übrig, daß wir getrennt leben. Ein Herz, welches an Elias Levitain hängt, hat keine wirk⸗ liche Zärtlichkeit mir zu verſchenken, das meinige....
„Kennt die ganze Laſt an ein Weib gebunden zu ſein, welches Ihr aus Edelmuth zu Eurer Gattin gemacht,“ fiel Sophie ein.
„Ihr habt Recht, ich kenne in der That die Schwere des Opfers, welches Ihr gebracht; denn, wenn ich Euch auch mein wärmſtes Herzblut opfern wollte, ſo würde ich nicht im Stande ſein, Euch nur eine einzige Stunde Glück zu erkaufen.
„Mein Glück hängt in der Zukunft von Euch ab,“ antwortete Sophie mit einer innigen Ueberzeugung in der Stimme.
„Nein, Sophie, ſucht nicht Euch ſelbſt zu be⸗ trügen!— Die Liebe, welche Ihr für einen Andern hegt, ſteht zwiſchen Euch und mir, und würde Eurem Herzen einen ganzen Abgrund von Qualen ſchaffen, falls ich mich Euch mit Zärtlichkeit nähern ſollte.
— Ihr würdet aus Pflichtgefühl Euch meinen
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