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Liebesbezeugungen unterwerfen, aber das Glück, welches ich möglicherweiſe auf dieſe Weiſe gewinnen könnte, würde ein Fluch für Euch werden.— Ich bin nicht ſchwach, nicht einmal gut, aber ich bin hart und kann bisweilen grauſam ſein; indeſſen will ich für den Preis, Euer moraliſcher Henker zu werden, kein Glück gewinnen.— ⁵
„Lebt deßhalb, armes Kind, ungeſtört und ruhig in dieſem ſtillen Winkel der Welt und vergeſſet ſo viel wie möglich, daß ich die Feſſel bin, welche Euch von den wahren Freuden des Lebens trennt! Das Einzige, was ich von Euch verlange, iſt, daß Elias Levitain keine Kenntniß von Eurem Aufenthaltsort erhält. Und nun lebt wohl, Sophie, meine Ehre kann in keinen beſſern Händen ruhen, als in den Eurigen.“
Jerome drückte die Hand Sophiens und wandte ſich ab um fort zu gehen. Er war bewegt.
„Verweilet noch einen Augenblick, bevor Ihr gehet!“ bat Sophie.
„Und warüm verlangt Ihr dieſes ſchmerzliche Verweilen?“ fragte Jerome.
„Was Peinigendes kann wohl für Euch darin liegen?“ ſagte Sophie.„Ihr ſagt einem Weibe Lebewohl, für welches Ihr kein anderes Gefühl als Mitleid hegt. Wenn Ihr ihr noch einige Minuten ſchenkt, dann habt Ihr damit nur ein Wohlwollen an den Tag gelegt, welches ſie in ihrer Einſamkeit nöthig hat, denn wenn Ihr gegangen ſeid, wenn ſich die Thüre hinter Euch geſchloſſen hat, dann wird ſie ſich ganz und gar verlaſſen fühlen.“
„Schenket mir darum die Hoffnung, daß Ihr


