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von der Welt und ihren Stürmen hier ſeinen Acker pflügte und ſeine Heerden weidete, glücklich und dankbar in dem Bewußtſein einem freien unabhängigen Volke anzugehören.
Es war ein ſchöner und milder Maiabend. Die Sonne ſenkte ihre goldene Scheibe gegen den Hori⸗ zont und warf auf die ſpiegelklare Waſſerfläche einen langſamen Abſchiedsblick, gerade als wenn ſie mit beſonderem Wohlgefallen durch ihre glänzenden Strah⸗ len der Landſchaft hätte ſchmeicheln wollen, wo Friede und Ruhe zu wohnen ſchienen.
Eins der Giebelfenſter in dem ſchweizeriſchen Landhaus war offen und in demſelben ſtand ein ganz junges Weib, den Kopf auf die Hand geſtützt und ihren Blick auf dem See und deſſen Ufern ruhend. 4
Es waltete eine ſo vollkommene Stille in der Natur, daß man hätte glauben können, daß die Bäume und Blumen ehrfurchtsvoll und andächtig den Abendſegen von der Königin des Himmels em⸗ pfingen.
Selbſt der Vogel in den Aeſten hatte mit ſeinem Geſang aufgehört, als wenn er von der Feierlich⸗ keit der Stunde und von dem Entzücken darüber er⸗ griffen ſei.
Das poetiſch Feſſelnde und Friedliche dieſer Stunde ſprach laut zu der jungen Träumerin.
Auf dem bleichen, feinen und traurigen Antlitz ruhte ein Ausdruck tiefer Dankbarkeit, welcher ein ernſtes Erkennen der Güte und Größe des Aller⸗ höchſten in ſich ſchloß. Vergeſſen waren alle Leiden, alle getä


