Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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welche aufs Neue das franzöſiſche Volk in die Feſ⸗ ſeln des Abſolutismus ſchmiedete.

Dieſes mächtige Volk, welches trotz allen ſeinen Fehlern und Verwirrungen doch als das„H erz Europas“ angeſehen werden kann.— denn von ihm ſind alle großen, für die Menſchheit bedeutungs⸗ vollen Ideen ausgegangen— hatte demnach wieder noch nicht genug gelernt und nicht genug gelitten.

Jerome repräſentirte in ſeiner Preſon das fran⸗ zöſiſche Volk; er beſaß deſſen Beweglichkeit, deſſen Kraft, deſſen Heldenmuth, deſſen Wildheit und deſſen Edelmuth.

Er konnte von einer Idee elektriſirt, von edlen Leidenſchaften beherrſcht werden, ſich für einen großen Gedanken aufopfern und doch erſchlaffen unter Laſtern und Begierden.

Stark in ſeiner Liebe wie in ſeinem Haß ver⸗ ſchwendete er ſowohl Edelmuth als Grauſamkeit, bis es eines Tages zu ſeiner Beſtürzung herausfand, daß er ſich in den Abgrund der Verbrechen und der Ver⸗ wirrungen geſtürzt.

Dieſer Tag des Erwachens war jetzt gekommen.

Es kam Jerome vor, als wenn es ihm an Kraft fehle, ſich heraufzuſchwingen aus der Erniedrigung, und doch ſah er ein, daß er, wenn er auf dem Punet beharrte, von der Verheerung ve werden würde, wie alle Andere, welche an dem großen Drama Theil genommen und gleich ihm die Grau⸗ ſamkeit als Mittel benutzt, das Ziel zu erreichen. So vertieft war Jerome in ſeine inneren Be⸗ trachtungen, daß er gänzlich die äußere Welt vergaß.