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Basſal ſah aus, als wenn er mit Schaudern auf die Ereigniſſe zurückblickte, an welchen er Theil ge⸗ nommen und den Abgrund mäße, in welchen er während ſeiner wilden und zügelloſen Jagd nach Rache geſtürzt war. Man ſah, daß eine qualvolle Muthloſigkeit ſeine Seele erfüllte, und daß er mit Entſetzen die Unmöglichkeit einſah aus der Tiefe herauf⸗ zukommen, in welche er herabgeſunken.
So verhielt es ſich eben auch mit der franzöſiſchen Nation. Sie fing an einzuſehen, daß der Weg des Verbrechens nicht derjenige iſt, welcher zur Freiheit und Unabhängigkeit führt; daß das Schwert, wel⸗ ches das Blut der Unterdrücker vergoß, die Hände, welche es führten, ſelbſt zu verwunden begann, und daß der geſellſchaftliche Körper, ermattet und ver⸗ armt darunter ſterben würde, ſobald er nicht auf⸗ hörte ſeine eigenen Glieder zu opfern.
Das vergoſſene Blut hatte im Anfang die Ge⸗ müther berauſcht, aber auf dieſen Rauſch folgte wie auf jeden andern, Ekel. Das Volk erwachte allmäh⸗ lich zur Beſinnung; es ahnte, daß die Freiheit, in deren Namen ſo viele Verbrechen begangen wurden, in der Wirklichkeit nichts anderes ſei, als ein lügne⸗ riſches Schild, hinter welchem nur Ehrgier und Haß
ihr tyranniſches Scepter führten.
In Jeromes Geſicht las man Reue über die Vergangenheit und Demüthigung beim Gedanken an die Mittel, die er angewendet, um mitzuwirken für die große Sache der Freiheit, und deren eigentliche Trieb⸗ ſeder nur die Rache einzelner Beleidigter im Namen der Allgemeinheit war.
Er ſah ein, daß er nie das Wort Freiheit
Schwartz, Geburt u. Bildung. I. 13


