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nie den Wunſch ausſprachen, einen Spaziergang zu machen, wiſſen wir mit Beſtimmtheit.
Auch Madame Matthien war, dem Anſchein nach, mit dem abgeſchloſſenen Leben zufrieden. Sie ſchien ein für alle Mal den Entſchluß gefaßt zu haben, mit Allem, was Levitain that, zufrieden zu ſein, ohne daß ſie in irgend einer Weiſe dagegen oppo— nirte oder fragte: warum?
Jacob ſeinerſeits ſuchte auch auf alle erdenkliche Weiſe den Verluſt der Freiheit und der Spaziergänge zu erſetzen. Er hatte einen großen Salon im zweiten Stock mit Blumen und üppigen Gewächſen decoriren laſſen. Die Fenſter, die nach dem Hof hinaus gingen, waren fortwährend aufgemacht, ſo daß die Luft hineinſtrömte und dieſes Zimmer in eine Art über⸗ bauten Garten verwandelte.
Hier pflegten auch Elias und Sophie während der Freiſtunden Arm in Arm ſpazieren zu gehen, während ſie ihre Gedanken und Ideen austauſchten.
Elias, obgleich nur ſechzehn Jahre, war wie Sophie, ſeinem Alter in Verſtand und Ernſt be⸗ deutend voran.
Von Beiden konnte man gewiß noch ſagen, daß ſie in den Kinderjahren waren; aber demungeachtet hatten ihre Seelen eine Richtung genommen, welche ſie gänzlich von den heitern Freuden ihres Alters entfernten. Sie vermißten die ſorgloſe Fröhlichkeit, die ihnen eigen ſein ſollte. Ueber ihren jungen Ge⸗ müthern ruhte ein Schleier des Trübſinns. Vielleicht war es dieſe gleiche Stimmung, welche ſie ſofort an einander anzog.
Nichts deſto weniger gab es eine große Ver⸗


