Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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laſſen. Sie ſchilderte unter Thränen, wie gut er immer gegen ſie geweſen. Elias hörte mit geſpanntem Intereſſe auf Alles,

was ſie von dem großen Manne erzählte.

Als nun endlich Suſanna meldete, daß das Mahl angerichtet ſei, da waren Elias und Sophie ſo ver⸗ traut mit einander, als hätten ſie ſich mehrere Jahre gekannt.

Im Alter von dreizehn und fünfzehn geht es leicht, gute Freunde zu werden. Man folgt dann nur den Eingebungen des Herzens und weiß nicht, was Mißtrauen heißt. Die Erfahrung hat uns noch nicht gelehrt, daß die ſchönſten Lippen lügen, und daß die freundlichſten Worte Trug und Verſtellung verbergen können.

Die vier Tage, welche vom Tode Mirabeau's bis zu dem Tage, wo Sophie in Jacobs Haus einge⸗ führt wurde, verfloſſen waren, hatte letzterer dazu verwendet, zwei Zimmer für dieſe beiden Weſen, die er von Mirabau geerbt, in Stand zu ſetzen.

Die Zimmer, die die ihrigen werden ſollten, hatten früher Jacobs Frau gehört, und waren ſeit vierzehn Jahren nicht bewohnt geweſen.

Elias pflegte dort ein Mal jedes Jahr in Ge⸗ ſellſchaft des Vaters und der Brüder ein Gebet zu verrichten. Dies geſchah immer am Geburtstag Elias und am Todestag der Mutter

Dieſes Heiligthum wurde jetzt der Tochter Deſ

in eremonielles Gebot, welches zu Ehren und denken an den Todestag der Eltern von allen Juden ſoww 4

zu Hauſe wie in ihren Synagogen beobachtet wird.