Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Nach einigen Augenblicken begann Mirabeau wieder:

„Es gibt da ein junges Mädchen— es iſt noch ein Kind— das mir theuer iſt. Ich wünſche, es Euren Händen anzuvertrauen, Levitain. Das heißt, Ihr müßt verſprechen, daß wenn ich in dieſen ſtür⸗ miſchen Zeiten plötzlich ſterben ſollte, Ihr Euch ſei⸗ ner ganz und gar annehmen werdet.— Ihr ſollt, wenn ich fort bin, ihr eine Erziehung geben, die ihres Vaters würdig iſt, und einſt, wenn Frankreich Ruhe und Freiheit errungen, ſie zu ihrer Mutter zurückbringen, die jetzt gezwungen iſt von ihr ge⸗ trennt zu leben. Was ich von Euch fordere iſt alſo, daß Ihr nach meinem Tode die Rolle eines Vaters für die Elternloſe übernimmt. Ich habe kein Erbe ihr zu geben. Das Einzige, was ich in meinem Te⸗ ſtament hinterlaſſe, ſind dieſe Papiere, welche ich hiermit Euch zum Aufheben übergebe. Sie hahen keinen Geldwerth, aber ſie ſind von groſer Wichtig⸗ keit für das Kind, welches ſie betreffen, denn ſie ent⸗ halten Aufklärungen über ihre Geburt.“

Mirabeau übergab Jacob ein kleines Paquet und fügte mit einem freundlichen Lächeln hinzu:

„Ihr ſeht, Levitain, wie ſicher ich meiner Sache

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bin, da ich nicht einmal auf eine Antwort oder ein Verſprechen warte, bevor ich Euch dieſe Papiere über⸗ gebe.“

„Und Ihr habt Recht gethan, gnädiger Graf. Das Weſen, welches Ihr meiner Fürſorge anver⸗

traut, wird mir theurer ſein, als wenn es meine

eigene Tochter wäre. Ich ſchwöre es beim Gott meiner Väter.“