Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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deren Grund, weder mich zu bewundern noch zu lieben. Ich habe eigentlich Nichts für Sie ge⸗ than.“

„Nennen Sie das Nichts, Herr Graf, daß Sie zweimal das Leben meiner Gattin gerettet?“

„Was aber trotzdem Ihre Gattin nicht am Ster ben verhinderte.— Doch, laſſen wir das! Ich bin jetzt hier, um Euch Eure vermeintliche Dankbarkeits⸗ ſchuld an mich bezahlen zu laſſen. Was ich jetzt von Euch verlangen will, iſt zehnmal mehr, als was ich für Euch gethan.“

„Gnädiger Graf, das Kapital meiner Dankbar⸗ keit hat ſo viele Zinſen getragen, daß es ſich viele tauſend Male verdoppelt hat. Sie können deshalb nichts fordern, was dem an Werth gleichkomme.“

„Ich weiß, wie freigebig Sie ſind. Auch ſind Sie ein Jude, zu dem ich ein ſo großes Vertrauen habe, daß ich Euren Händen das anvertrauen will, was das liebſte für mein Herz iſt. Sie ſind ein Freund, auf deſſen Redlichkeit Mirabeau ſich ver⸗ läßt!“

Dieſer Mann, welcher in das Haus Jacobs ein⸗ getreten war war alſo Nichts mehr oder weniger als Honoré Gabriel Victor Riquetti Graf von Mi⸗ rabeau.

Nachdem er dieſe Worte geſprochen, ging er ein Paar Mal auf und ab im Zimmer, ohne darauf zu achten, daß ſeine Worte einen Ausdruck von Befrie⸗ biguns auf dem Geſichte Jacobs hervorgerufen hatten. Darauf ſtand:

„Ich fühle mich ſtolz auf dieſe Worte, aber ich weiß, daß ich ſie verdient habe.“