Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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„Das Gedächtniß iſt wie ein Geſpenſt, es drängt uns auf, ohne daß wir es wollen, und zieht dann e Seele mit ſich. Wir können in ſolchen Augen⸗ i

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cken die Gegenwart vergeſſen, als wenn dieſe uns cht genug zu thun gäbe. Wir ſollten nicht auf das zurückſchauen, was geweſen iſt und nicht geändert wer⸗ n kann, ſondern immer den Blick auf die Zukunft gerichtet haben.“

Er ſtand auf, ging auf Jacob zu und ſprach, indem er ſeine Hand auf ſeine Schultern legte, mit einem Lächeln, welches ihn faſt ſchön machte, Fol⸗ gendes:

„Sie ſind verdrießlich darüber geweſen, daß Sie nicht die Schuld an mich haben zahlen können, in welcher Ihr zu ſein glaubt. Ich auf der andern Seite war zufrieden, zu wiſſen, daß es einen Men⸗ ſchen gebe, der ſich als meinen Schuldner betrachtete. Mon cher Levitain, Sie ſind wirklich der Einzige, welcher meint, mir Etwas ſchuldig zu ſein.— Sie haben mich über zwanzig Jahre mit Ihrer Dankbar⸗ keit verfolgt und mich ſlehentlich gebeten, mir einen Dienſt erweiſen zu dürfen. Ihr habt mir angeboten, ſchwenden ſollte, und ich, ein

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daß ich Euer Gold verſ Rou6, ohne Vermögen und ohne Gewiſſen, habe trotzdem während ſo vieler Jahre mich geweigert, Etwas von Euch anzunehmen. Wer ſollte wohl das von mir glauben?“ „Alle, welche Euch kennen, gnädiger Graf!“ „Mich kennen!“ Der Fremde machte eine ſtolz Bewegung mit dem Kopf, und fuhr in einem nach läſſigen Ton fort:„Das thut noch Niemand. Was Sie anbetrifft, Levitain, ſo haben Sie keinen beſo